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Tagesspiegel: Pflege – Hilfe aus Polen

Viele Familien beschäftigen osteuropäische Pflegerinnen – oft illegal. Ab Mai wird das anders.

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Manchmal geht es ganz schnell: Ein Unfall oder ein Schlaganfall, und jemand braucht täglich Hilfe. Den Umzug in ein Pflege- oder Altenheim lehnen viele jedoch ab. 1,6 der gut 2,2 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause betreut. Können sich die Angehörigen das nicht leisten, müssen sie sich Hilfe von außen holen. Doch gute Pflege ist teuer, eine professionelle Betreuung rund um die Uhr ist für viele kaum bezahlbar.

Zahlreiche Familien suchen sich deshalb eine Pflegehilfe aus Osteuropa – oft am Rande der Legalität. Zwischen 110 000 und 130 000 osteuropäische Pflegehilfen arbeiten nach Schätzungen der Gewerkschaft Verdi derzeit in Deutschland.

Ab Mai wird es einfacher, eine solche Hilfskraft auch auf legalem Wege einzustellen. Denn dann gilt für einen großen Teil Europas die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Durch sie brauchen Osteuropäer, die in Deutschland arbeiten wollen, keine Arbeitserlaubnis mehr. Ausgenommen davon sind lediglich Bulgaren und Rumänen, für sie kommt die Arbeitnehmerfreizügigkeit erst 2014.Weiterlesen »Tagesspiegel: Pflege – Hilfe aus Polen

Der Deckel muss weg!

Krankenhausbeschäftigte machen miese Arbeitsbedingungen zum Thema. Ver.di plant bundesweite Kampagne

Von Daniel Behruzi

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Der Deckel muß weg.« Unter diesem Motto hatte ver.di 2008 bundesweit zu Protesten mobilisiert, um die Budgetdeckelung und Unterfinanzierung der Krankenhäuser zu bekämpfen. Das hatte teilweise Erfolg. Doch schon drei Jahre später sind die Verbesserungen wieder Makulatur, die Arbeitsbedingungen in den Kliniken noch unerträglicher als zuvor. Daher hat die Gewerkschaft einen Diskussionsprozeß begonnen, an dessen Ende eine Tarifauseinandersetzung um diese Frage stehen könnte.

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Bagatellkündigungen und Kündigungsschutz

Auf der letzten Betriebsversammlung haben wir im Beitrag zu Abmahnungen – Zusammenfassung folgt – den Punkt gestreift, dass bei Bagatelldelikten der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und soziale Kriterien wie langjährige Betriebszugehörigkeit beachtet werden müssen.

Hintergrund des öffentlichen Interesses ist die große Anzahl an Verdachtskündigungen, die es in letzter Zeit gegeben hat. Der wohl bekannteste Fall, die Kündigung der „Kaisers“-Kassiererin Emmely wegen zwei Pfand-Bons im Wert von 1,30 Euro, wurde letzten Sommer vom Bundesarbeitsgericht (BAG) kassiert.

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Leisure sickness – Krank in der Freizeit

Endlich Urlaub – Zeit zum Krankwerden

Monatelang kämpft man sich durch den Arbeitsalltag – und sobald der Urlaub beginnt, kommt die Erkältung. Dass Arbeitnehmer vor allem in ihrer Freizeit krank werden, hat spezielle Gründe.

Endlich Freitagabend. Der Stress der Woche liegt hinter einem, der Druck schwindet, das Sofa ruft. Man kann es ruhig angehen lassen. Doch dann kribbelt es im Hals, und der Kopf dröhnt: Eine Erkältung kündigt sich an. „Typisch“, denkt man, „immer, wenn ich frei habe“. Diesen Eindruck teilen immer mehr Arbeitnehmer, sagen Psychologen, Wissenschaftler nehmen das Phänomen ernst. Forscher der niederländischen Universität Tilburg nennen es „Leisure sickness“, zu Deutsch: Freizeit-Krankheit.

Leisure sickness – Krank in der Freizeit
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Polnische Krankenschwestern treten in den Hungerstreik

Protest gegen flexiblere Arbeitsformen im Gesundheitswesen

Aus Protest gegen Einführung flexiblerer Beschäftigungsformen im Gesundheitswesen sind polnische Krankenschwestern in einen Hungerstreik getreten. An der unbefristeten Protestaktion beteiligten sich am Dienstag im Parlamentsgebäude in Warschau fünf Mitarbeiterinnen der Krankenschwestern- und Hebammen-Gewerkschaft OZZPiP. Zuvor hatten etwa ein Duzend Krankenschwestern einen Raum im Parlament besetzt – seit vergangenen Mittwoch. Sie fordern die Rücknahme eines Gesetzes, das vergangenen Freitag im polnischen Parlament beschlossen wurde.

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Demonstration – Rettungsschirm für Alle!

Behindertenbewegung ruft zur Demonstration am 10. Mai nach Berlin

Mit einer Demonstration unter dem Motto „Rettungsschirme für Alle“ wird am 10. Mai in Berlin gegen bestehende Diskriminierungen, Aussonderungen sowie Teilhabeverweigerungen anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen protestiert.

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Demoaufruf: Aufruf Aktion 10 Mai

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Dienstanweisung (Material zur BV)

Und dann – was ist das denn – das sog. Sorgfaltspflichtpapier? Als Dienstanweisung kommt es daher stolziert, sorgt für Unruhe, schafft Verunsicherung und ist Papier…schrieben wir in der Einleitung zur Betriebsversammlung! Auf das Sorgfaltspflichtpapier wird an anderer Stelle nochmals genauer einzugehen sein…an dieser Stelle erstmal ein paar Hintergrundinfos zum Direktions- und Weisungsrecht und ihren Grenzen…

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Lohnsenkung statt Motivation

März 2011. Alle wollen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird. Doch das Gegenteil geschieht: Die Caritas in Osnabrück will die Löhne der Mitarbeiter von Altenheimen um vier Prozent senken. Der Caritasdirektor für die Diözese Osnabrück, Franz Loth sagte in einem Interview: „Wir stellen uns bewusst gegen Lohndumping und wollen qualifizierte Arbeit auch angemessen vergüten. Zugleich kämpfen unsere Einrichtungen aber um das wirtschaftliche Überleben.“ Wenn der Pflegeberuf attraktiver wird, dann ganz sicher nicht dadurch, dass der Lohn für einen physisch und psychisch aufreibenden Job im Heim, der ohnehin schon nicht hoch ist, weiter gesenkt wird. Das Signal dahinter lautet etwa so: De facto sind die Mitarbeiter völlig egal, wer gehen will, der soll halt gehen.

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HyCARE für Alle!

Rösler will weniger Bürokratie und mehr Zeit für Pflege

Berlin – Anträge, Formulare, Strichlisten: Gesund­heits­minister Philipp Rösler will den täglichen Papierkrieg für Pflegekräfte und Angehörige bei der Betreuung alter Menschen eindämmen.

„Wir wollen weniger Büro­kratie“, sagte der FDP-Politiker am Freitag in Berlin. „Wir wollen, dass Pflege­kräfte wieder mehr Zeit haben für die Pflege. Wir wollen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht.“

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Siehe auch: Rösler_will_pflege_von_Papierkram_entlasten Weiterlesen »HyCARE für Alle!